Schauspielschule begeistert mit Märchen

Peterchens Mondfahrt – Märchen für Kinder von Gerdt von Bassewitz

Der Maikäfer Herr Sumsemann ist sehr traurig: ihm fehlt sein sechstes Beinchen. Hoch oben auf dem Mond hängt es an einer Birke und wird bewacht vom bösen Mondmann. Um es zurück zu erobern, braucht Herr Sumsemann zwei artige Kinder, die ihm helfen. So macht er sich zusammen mit Peter und Anneliese auf eine abenteuerliche Reise durch die Nacht. Sie fliegen zur Sternenwiese, begegnen den Naturgeistern und besuchen sogar das Schloss der schönen Nachtfee.

Es spielen:

Dennis Rehner
Gina Müller
Helene Bohrmann
Judith Achner
Nadine Münger
Eva Sauter
Bastian Steinmassl

Regie: Silvana Kraka
Choreografie: Mario Heinemann Jaillet
Assistenz: Ramona Ries
Technik: Roman Kimmlich, Diana Matthes

Vorstellungen: SA 28. & SO 29. November, 16 Uhr

Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de

Himmlisches Märchen

„Da brummt doch was!“ Längst sollten Peter und Anneliese schlafen, doch die lästige Geräuschquelle ist nicht auszumachen. Jäh wird der neuerliche Schlummerversuch unterbrochen, als sich ein ungeheures Ungeheuer in das Schlafgemach der Kinder summt. Für Kinder ab vier Jahren inszenierte Silvana Kraka von der Theaterakademie Mannheim „Peterchens Mondfahrt“ im Theater Felina Areal.
Adrett ist er wohl, der fiedelnde Eindringling. Eben kein gewöhnlicher Maikäfer, sondern einer mit Stammbaum. Und familieneigenem
Ungemach: Durch einen gierigen Holzdieb verlor einst ein Urahn des Herrn Sumsemann sein sechstes Bein. Von der Nachtfee verflucht
und mitsamt frevelhaft gefällter Birke und Käferbeinchen verbannt, weilt der Schrat seither auf dem Mond. Bisweilen gelang es der Maikäferdynastie nicht, das verlustierte Körperteil wiederzubeschaffen – in Ermangelung zweier artiger Kinder, deren Spucke es zum Ankleben bedarf. Ein Schattenspiel unterbricht die entzückende Darbietung von Käfer Helene Bohrmann und den Pyjama tragenden Kindern Gina Müller und Dennis Rehner, um die tragische Historie des ungewöhnlichen Insekts zu klären. Phantasievoll gestalten sich auch die weiteren Etappen der unverhofften Fernreise. Ob im flink auf den Boden gezeichneten Sternenmeer, beim strengen Sandmann (Judith Achner) oder in illustrer Runde zum Mitternachts-Kaffeeklatsch der Nachtfee (Nadine Münger) – liebevolle Kostüme und Szenarien entführen hier in die Bassewitz’sche Märchenwelt. Selbige lehren so manchen jungen Besucher aber auch das fürchten, beim schaurigen Mondmann. Vereinte Kräfte führen diesen in die Irre und das verlorene Beinchen zurück zum rechtmäßigen Eigner. Mit einfachsten Mitteln versteht es die Inszenierung, ihr Publikum in eine zauberhafte Traumwelt zu versetzen und beschert so ein wahrlich märchenhaft-weihnachtliches Theatervergnügen.

Dennis Baranski

Quelle: Manheimmer Morgen

mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturamt der Stadt Mannheim

 

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