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Presse

Die Hässlichen haben es oft schwer und werden aufgrund ihres Aussehens benachteiligt – im Beruf und im Privatleben – und daher liegt es heute für viele nahe, sich einer Schönheits-OP zu unterziehen. Doch ein hübsches Gesicht ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit einem guten Charakter. Und was passiert, wenn plötzlich alle schön sein möchten, um sich einen Vorteil zu verschaffen? „Der Hässliche“ von Marius von Mayenburg behandelt auf komödiantische Art den Wert und Unwert der Schönheit und den Verlust der eigenen Identität zugunsten des Aussehens.

weitere Vorstellungen:  09.05 │10.05│26.05│27.05 │

jeweils um 20.00 Uhr

Eintrittspreis: 12 € / 6 € (ermäßigt)

Regie: Sven Prietz

mit Felix Berchtold, Canan Kir, Markus Schultz, Benjamin Dami

Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost

Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de

Es spielt unser diesjähriger erster Abschlussjahrgang (Felix Berchtold, Benjamin Dami, Canan Kir, Markus Schultz).

http://der-haessliche.blogspot.de/

Liebe Freunde der Theaterakademie,
es ist vollbracht, unsere Absolventen präsentieren ihre Abschlussarbeiten. Die
Ergebnisse können sich sehen lassen.

Unsere Abschlussklasse ist bereit zum Durchstarten, unsere Nestflüchter sind Flügel gewachsen und sie präsentieren sich ein letztes Mal mit ihren Prüfungsrollen.
Die Werkschau ist eine Plattform um dem Zuschauer Einblicke in den Unterricht zu gewähren. So ist die Werkschau eine einmalige Gelegenheit für Theaterinteressenten, die Lust auf einen Blick hinter die Kulissen haben. In dem Fall besonders, denn Sie sehen unseren Abschlussjahrgang, mit genau den Rollenausschnitten, die sie der Prüfungskommission vorstellten.

Die Absolventen Werkschau findet im Theater im Felina-Areal statt. Dies
befindet sich direkt hinter der Theaterakademie, in der Holzbauerstraße 6-8.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen
Silvana Kraka und Mario Heinemann Jaillet
Schulleitung

Karten unter 0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de

Foto: © www.wolfgang-detering.de

Aktuelle Kritik zu den “Drei Tollen Tagen” der Schauspielschule und der Vorstellung “Fräulein Braun”
Ein grandioser Theaterabend krönt nicht nur für 30 junge Menschen drei Tage an der Theaterakademie Mannheim.
Bittere Komik mitreißend in Szene gesetzt…

“Planking” … Schauspielstudenten der Theaterakademie Mannheim performen in der Heidelberger Tram (rnv) unter Leitung des Regisseurs Veit Güssow im Rahmen des Projekts ” don’t believe the hype” zur Spielzeiteröffnung des Schauspiels des Theaters der Stadt Heidelberg.

weitere Informationen zur Eröffnung des Schauspiels der Stadt Heidelberg finden sie unter: www.theaterheidelberg.de

© Fotografie: Mario Heinemann Jaillet

 

Das Licht im Café Filsbach geht aus, die Scheinwerfer richten sich auf die schwarz ausgekleidete Bühne, ein elektronischer Klangteppich breitet sich über den Raum und der junge Mann auf dem Podium beginnt, das Publikum in den Bann seiner “inneren” Auseinandersetzungen mit der “bleichen” Realität seiner Existenz und der Sehnsucht nach einem bunten, aufregenden Leben zu ziehen. So der Auftakt zu einem literarisch-musikalischen Abend der nicht ganz gewöhnlichen Art.

Zur Vorgeschichte: Im Jahr 2009 waren junge Menschen im Alter von zwölf bis 20 Jahren in der Metropolregion Rhein-Neckar eingeladen, sich an dem Schreibwettbewerb „BunteZungen_WorteFluss“ zu beteiligen. Sie konnten literarische Texte gleich welchen Genres und Inhalts einreichen. Von über 300 Arbeiten wurden 65 ausgewählt und im Frühjahr 2010 in einem gleichnamigen Sammelband veröffentlicht.

Aus dem Schreibwettbewerb ist nun ein musikalisches Folgeprojekt hervorgegangen: Die Produktivität der jungen Menschen hat die Mannheimer Komponisten Stefan Dürr, Marco Olbert und Peter Tröster inspiriert, ihren persönlichen Assoziationen zu einigen der lyrischen Texte in digital erstellten Kompositionen Ausdruck zu verleihen. Zu zwölf ausgewählten Beiträgen haben sie Klangkreationen geschaffen, die die Texte unter- und ummalen, in mal eher meditative, mal emotional aufwühlende, mal experimentelle Klanggewebe einbetten und so in ihrer Ausdruckskraft noch verstärken. Die Kompositionen wurden auf der CD „BunteZungen_WorteKlang“ aufgenommen und die dazugehörigen Texte zum Teil von den Autorinnen und Autoren selbst, zum Teil von einer Schauspielschülerin und zwei Schauspielschülern der Theaterakademie Mannheim gesprochen.

Am Freitagabend fand nun im voll besetzten Café Filsbach die Live-Präsentation der CD statt, bei der die jungen Verfasserinnen und Verfasser ein Podium zur Lesung ihrer Lyrik in einem dynamischen Dialog mit Klang und Musik erhielten. In einer ausgefeilten Veranstaltungs-Choreografie wechselten musikalisch-literarische Präsentationen mit kurzen Moderationsrunden ab, wobei das junge Moderatoren-Team im Gespräch mit den Autorinnen und Autoren, den Komponisten sowie den angehenden Schauspielern schlaglichtartige Einblicke in die Hintergründe des Projekts eröffnete.

So gestaltete sich ein abwechslungsreiches Abendprogramm, das nicht zuletzt aus der Emotionalität, Direktheit und Authentizität der vorgetragenen und musikalisch bearbeiteten Texte seine Spannung bezog sowie aus dem immer wiederkehrenden Leitmotiv der Sehnsucht nach Freiheit und einem intensiv gelebten, selbstbestimmten Leben. Dass diese Botschaft eindrucksvoll zum Tragen kommen konnte, lag auch an der ebenso einfühlsam wie spannungsvoll arrangierten Musik. Nicht nur für die jungen Lyrikerinnen und Lyriker war die Vortragserfahrung trotz ihrer speziellen Herausforderungen an eine minutiöse Abstimmung mit den Kompositionen “einfach genial”. Großer Beifall für alle Beteiligten der gelungenen Veranstaltung kam ebenso vom jungen wie älteren Publikum.

Beim abschließenden Empfang ließen die Organisatoren – Jugendamt, Kulturamt, Kunsthalle und Stadtbibliothek der Stadt Mannheim sowie die Begegnungsstätte Westliche Unterstadt – das Projekt noch einmal Revue passieren, das so viel Kreativität und Überraschungen hervorgebracht hat. Und auch die noch zu erschließenden weiteren Potenziale kamen zur Sprache. Dazu gehört etwa eine mögliche Tournee durch die Schulen der Metropolregion. Die könnte nach dem Erfolg im Café Filsbach erneut belegen, dass junge Menschen sich nicht bei “Deutschland sucht den Superstar” vorführen lassen müssen, um ihre Talente vor Publikum unter Beweis zu stellen.

Außerdem sind die Autoren eingeladen, ihre Texte am 22. August auf der Bundesgartenschau in Koblenz zu präsentieren.

Weiter Infos unter www.buntezungen.de

Bilder können unter http://buntezungen.de//auffuehrung/flash/ angeschaut und durch Anklicken runtergeladen werden.

Musikbeispiele sind unter http://buntezungen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=17&Itemid=21 zu hören.

Der Schauspielstudent der Theaterakademie Mannheim, Roman Kimmich als Sprecher beim Projekt BunteZungen_WorteKlang. (Hörprobe)

Bravos und tosender Applaus für eine liebevolle Märcheninszenierung “Der Teufel mit den drei goldenen Haaren” der Theaterakademie Mannheim
Glückwunsch an alle Beteiligte.
Regie: Silvana Kraka und Ramona Ries
Choreografie: Mario Heinemann Jaillet
Licht: Diana Matthess

Der Teufel mit den drei goldenen Haaren

(ein Stück für Kinder ab 4 Jahre und Erwachsene) im Theater Felina-Areal

frei nach den Gebrüdern Grimm

nach einer Textfassung von Silvana Kraka und Ramona Ries

Regie: Silvana Kraka und Ramona Ries
Choreografie: Mario Heinemann Jaillet

Eine Produktion der Theaterakademie Mannheim

 

Eines Tages wird ein kleiner Junge mit einer ‘Glückshaut’ geboren. Ein Junge, der alles weiß und alles kann. Ihm wird vorausgesagt, dass er die Tochter des Königs heiraten wird. Davon erfährt der König, kauft den armen Eltern das Kind ab, und lässt es in den Fluss werfen. Doch an einer Mühle wird die Kiste mit dem Baby entdeckt und wieder herausgefischt. Die Freude ist groß und das Glückskind wird zusammen mit seiner Schwester Liesl großgezogen. Bis sich eines Tages, vierzehn Jahre später, der König vor einem Gewitter in die Mühle rettet und den Jungen, den er tot glaubt, wiederentdeckt. Hans wird aber nicht der Teufel holen, denn er hat Glück und macht sich Freunde auf seinem Weg.

Sa. 4. 12, 16.00 Premiere
So. 5. 12, 16.00
Mo. 6. 12, 15.00 + 17.00
Sa. 11. 12, 16.00
So. 12. 12, 11.00 + 16.00
Sa. 18. 12, 16.00
So.19. 12, 11.00 + 16.00
Di. 21. 12, 15.00
Mi. 22. 12, 15.00

Theater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8
68167 Mannheim

Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder:
info@theater-felina-areal.de

Die Produktion wird gefördert durch das Kulturamt der Stadt Mannheim

Die Premiere  “Preparadise sorry now”  am 16.07.2010 ist bereits ausverkauft.

weitere Vorstellungen am 18.07.10, 23.07.10, 24.07.10 . Kartenreservierung unter: 0621 – 33 64 88 6 und info@theater-felina-areal.de.

 

Foto: Wolfgang Detering © All rights reserved

Preparadise sorry now von Rainer Werner Fassbinder

Regie: Andreas Manz
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet

mit Judith Achner, Helene Bohrmann, Miriam Grimm, Daniel Baczyk, Felix Berchtold und Andreas Krüger

weitere Infos auch auf  www.theaterakademie-mannheim.de und preparadise-sorry-now.blogspot.com

Andreas Krüger und Daniel Baczyk Foto: Mario Heinemann Jaillet © All rights reserved

… trotz Ferien, arbeitet die Absolventenklasse 2010/2 intensiv am Stück “Preparadise sorry now” von R.W. Fassbinder.

PREPARADISE SORRY NOW ist eine Collage aus Texten: Kurzszenen um faschistisches Grundverhalten im Alltag, Erzählungen über das Mörderpaar Ian Brady und Myra Hindley, fiktive Dialoge zwischen dem Mörderpaar und schließlich Liturgien, Erinnerungen an kultische Kannibalismen.

Regie: Andreas Manz vom Staatstheater Darmstadt
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet alias MS Tanzwerk.
Es spielen Judith Achner, Helene Bohrmann, Miriam Grimm, Daniel Baczyk, Felix Berchtold und Andreas Krüger. Am 16. Juli 2010 findet die Premiere im Theater Felina-Areal statt.

Bei der Werkschau zeigen die Studenten im Unterricht erarbeitete Rollen und Szenen sowie Ausschnitte aus den Fächern Fechten und Tanz. Erarbeitet wurden die Rollen von den Dozenten der Theaterakademie, von denen viele auf den Bühnen der umliegenden Theater zu sehen sind. So ist die Werkschau eine einmalige Gelegenheit für Theaterinteressierte, die Lust auf einen Blick hinter die Kulissen haben.

Wir bewirten Sie in unserem Foyer und freuen uns auf Gespräche nach der Vorstellung.

Karten unter

0621 / 33 64 88 6

oder:

info@theater-felina-areal.de

Datum:
Mittwoch, 19. und 21.Mai 2010
Zeit:
jeweils 20:00 – 21:30
Ort:
Theater Felina-Areal
Straße:
Holzbauerstr. 6-8
Stadt/Ort:
Mannheim, Germany

Liebe Freunde der Schauspielschule Mannheim,

es ist vollbracht, unsere Absolventen präsentieren ihre Abschlussarbeiten.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Absolventen der Schauspielschule Mannheim

Mit Yvonne Puseljic, Elisabeth Schlicksupp, Susan Weckauf,

Daniel Baczyk und Nicolas Menze

Unsere Abschlussklasse ist bereit zum Durchstarten, unsere Nestflüchter sind Flügel gewachsen und sie präsentieren sich ein letztes Mal mit ihren Prüfungsrollen.

Die Werkschau ist eine Plattform um dem Zuschauer Einblicke in den Unterricht zu gewähren. So ist die Werkschau eine einmalige Gelegenheit für Theaterinteressenten, die Lust auf einen Blick hinter die Kulissen haben. In dem Fall besonders, denn Sie sehen unseren Abschlussjahrgang, mit genau den Rollenausschnitten, die sie der Prüfungskommission vorstellten.

Erarbeitet wurden die Szenen von den Dozenten: Thorsten Danner, Sven Prietz, Franz Burkhard, Dascha Trautwein, Anke Schubert, Ragna Pitoll, Nadine Schwitter, Andreas Manz, Hannah von Peinen.

Die Absolventen Werkschau findet im Theater im Felina-Areal statt. Dies

befindet sich direkt hinter der Theaterakademie, in der Holzbauerstraße 6-8.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen

Silvana Kraka und Mario Heinemann Jaillet

Schulleitung

Datum: 23. und 24.04.2010

Zeit: jeweils 20:00 Uhr

Ort: Theater Felina-Areal

Karten ab sofort unter :

0621 / 33 64 88 6

oder: info@theater-felina-areal.de

www.schauspielschule-mannheim.de

Liebe Freunde der Theaterakademie Mannheim
wir freuen uns Sie auf die Premiere unserer Abschlussklasse aufmerksam machen zu dürfen, die am 19. Februar um 20 im Theater im Felina-Areal stattfindet. Zusehen ist „Woyzeck“ von Georg Büchner in der Bearbeitung und unter der Regie von Konstanze Kappenstein, die bereits mit zwei Inszenierungen im Nationaltheater Mannheim zu sehen war.

schauspiel woyzeck

Was bewegt junge Menschen heute ein Stück wie „Woyzeck“ zu bearbeiten? Auch heute werden Menschen aus Eifersucht ermordet. Auch heute führt eine ganze Industrie Versuche an mittellosen Menschen durch. Der Tod, der will erzappelt sein und bei Woyzeck zappeln zwei aneinander vorbei. Sie versuchen aus ihren Umständen auszubrechen und scheitern daran, heute wie vor 170 Jahren.

Weitere Spieltermine sind der 20.2./ 26.2./ 27.2./ 21.3./ 23.3.ebenfalls Im Theater Felina-Areal.

Was macht unsere Abschlussklasse so besonders? Sie übernehmen Verantwortung für ihr Leben und für ihre Arbeit. Sie tanzen, preschen vor und überschlagen sich und finden sich bald auf den Brettern, die die Welt bedeuten, davon sind wir überzeugt.

Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen, um mit Ihnen zusammen diesen wichtigen Schritt zum Abschluss mit den Studenten gemeinsam feiern zu können.

Silvana Kraka und Mario Heinemann Jaillet

Schauspielerin und Dozentin Dascha Trautwein

Schauspielerin Dascha Trautwein vom Nationaltheater Mannheim erhält heute Abend den Arnold-Petersen-Preis 2009.  Es gibt sie ja, die Menschen mit dem inneren Leuchten. Dascha Trautwein, Mitglied des Mannheimer Schauspiel-Ensembles, gehört zu ihnen. Vielleicht hat sie die Jury des Petersen-Preises gerade auch dadurch überzeugt, und vielleicht hat dieses Leuchten auch der von ihr verkörperten Figur der Schillerschen “Jungfrau von Orléans” den besonderen Ton gegeben. Neben einer begabten Schauspielerin lässt sich in der 1978 Geborenen auch mühelos eine sympathische junge Frau mit der richtigen Mischung aus gesundem Selbstvertrauen, kreativer Vielfalt und beruflicher wie privater Neugier entdecken. Dass sie auch trefflich kämpfen kann, hat sie bisher nicht nur mit Schillers Johanna, sondern auch in Dietmar Daths “Waffenwetter”, dem Uraufführungsprojekt “4×4″, “Ehemänner”, dem Erfolgsstück “August: Osage County” und Jan Neumanns “Königs Moment” bewiesen, wo sie auch mit Textmassen, Entwicklungsstücken oder auch mal widrigen Produktionsbedingungen glänzend zurecht kam. Wie alle begabten Schauspieler sieht sie den Umgang mit Textmengen gelassen: “Der Text ist nur das Oberkleid, dass man sich zum Schluss überstreift, wenn man die Figur gefunden hat”, bekennt sie ganz in russischer Stanislawski-Tradition. All das rechtfertigt die Entscheidung des Gremiums, ihr heute im Schauspielhaus den Arnold-Petersen-Preis 2009 zu verleihen. Kreative Vielfalt Der Weg zur Bühne zeichnete sich bei der 1978 im kasachischen Uralsk (“am Fluss, an der kleinen Biegung zum kaspischen Meer, also quasi in der Steppe”) geborenen Wolga-Deutschen schon mit 13 ab. Vom malenden Vater wurde sie an die bildende Kunst herangeführt, doch bald entschied sie sich für deren darstellende Schwester: “Beim Malen war ich zu sehr für mich, ich brauchte die Bühne und das Publikum, das war schnell klar”, sagt sie über ihre frühen Schauspielaktivitäten, die sie, gerade auf dem Sprung in das Erwachsenen-Ensemble, wegen der Übersiedlung der Familie nach Bonn unterbrechen musste. Ohne Deutschkenntnisse, doch getrieben zum Spiel mit Sprache und Körper, setzte sie gleich auf dem deutschen Internat die Bühnenarbeit fort, und schloss (“Das war völlig klar”) nach Theaterkursen in Düsseldorf eine Schauspielausbildung an der Folkwang-Schule in Essen an. Danach brachte sie das erste Engagement an Deutschlands kleinstes Stadttheater nach Aalen. Dennoch keine schlechte Entscheidung, denn hier erwarb sie nicht nur drei Jahre Spielpraxis, sondern verknüpfte ihre Vita unbewusst mit Mannheimer Theatergeschichte. Sie arbeitete mit dem legendären ehemaligen Nationaltheater-Schauspieldirektor Jürgen Bosse, Schauspieler Berthold Toetzke und dem späteren NT-Hausautor Jan Neumann zusammen. Auch den Namensgeber der ihr jetzt zuerkannten Ehrung, den ehemaligen Generalintendanten Arnold Petersen, lernte sie bei einem seiner Premieren-Besuche in Aalen kennen, freilich, wie sie charmant lächelnd bekennt, “ohne jede Ahnung, dass ich einmal da landen sollte.” Mit Bosse probte sie Kleists ” Der zerbrochne Krug” und Yasmina Rezas “Gott des Gemetzels”, mit Autor Jan Neumann lernte sie bei den Produktionen “Die Nacht dazwischen” und “Vom Ende der Glut” dessen Stückentwicklungsverfahren kennen, das sie später mit ihm und dem Mannheimer Ensemble mit “Königs Moment” fortsetzen sollte. Voll des Lobes ist sie über den hiesigen Ensemblegeist, der dazu führe, dass “man sich als junge Schauspielerin schnell gut aufgehoben” fühle. Vielleicht einer der Gründe, warum sie ihren Vertrag bereits für das dritte Jahr verlängert hat. “Ich bin kein großer Planer, eher spontan”, sagt Trautwein über sich, die sich auf Lieblingsrollen nicht festlegen mag, sondern “unterschiedliche Sachen am liebsten spielt”. Ihre Begabung in verschiedenen Ästhetiken hat sie nicht nur auf der Bühne, sondern unlängst mit einer Foto-Ausstellung im Mannheimer Atelierhaus bewiesen, wo in Schaufenstern aller Welt “gespiegelte, fast durchsichtige Menschen ebenfalls Geschichten erzählen.” Dass ihr das besonders liegt, belegt auch ihre Nominierung zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres bei der Kritikerumfrage von “Theater heute”. Beim Petersen-Preis ist es indes erfreulicherweise nicht bei einer Nominierung geblieben. Wir gratulieren.

Ralf-Carl Langhals

Mannheimer Morgen 11. Dezember 2009

 

Erfolgreiche Fortsetzung der Kooperation der Schauspielschule mit dem Theater der Stadt Heidelberg und dem Nationaltheater Mannheim.

Die Schauspielstudenten der Theaterakademie hatten gleich zwei Premieren an diesem Wochenende. Judith Achner und Elisabeth Schlicksupp sind in der deutschen Erstaufführung der Oper SPARTAKUS am Theater Heidelberg zu sehen und Benjamin Dami gab sein Debüt in der Oper Carmen am Nationaltheater Mannheim.

Foto:Markus Kaesler
© All rights reserved

http://theater.heidelberg.de


Hier sehen sie den Beitrag von Artmetropol.TV zur Inszenierung

Es spielen die SchauspielerInnen des Nationaltheater Mannheim
Jenny König
Silja von Kriegstein
Anke Schubert
Sven Prietz
Klaus Rodewald
Peter Rühring
sowie die Schauspielschüler der Theaterakademie Mannheim

Inszenierung: Burkhard C. Kosminski
Bühne: Florian Etti
Kostüme: Ute Lindenberg
Musik: Hans Platzgumer
Video: Marc Reisner

Burkhard C. Kosminski inszeniert die deutschsprachige Erstaufführung von Mayenburgs „Freie Sicht“ am Nationaltheater. Die StudentInnen der Schauspielschule Mannheim überzeugen in der Produktion des Nationaltheater Mannheim.

… hier die aktuelle Kritik zu Freie Sicht des Mannheimer Morgen

Info zur Produktion

weitere Aufführungen:

15. Oktober 2009
20. Oktober 2009
06. November 2009
19. November 2009
22. November 2009

Gaelle Morello in "Expected Overlaps" der Cie. ms tanzwerk

Probenfotos von Günter Krämmer zur Produktion der Cie. ms tanzwerk “Expected Overlaps” mit dem Schauspielstudenten der Theaterakademie Mannheim Nicolas Menze, der Tänzerin Gaelle Morello und dem Puppenspieler Werner Ries.
Premiere am 24.09.09 um 20.00 Uhr im Theater Felina Areal in Mannheim.

“Nahezu ohne Mittel und innerlich so wund, daß mir, ich möchte fast
sagen, wenn ich die Nase aus dem Fenster stecke, das Tageslicht wehe
tut, das mir darauf schimmert.” (Brief an Marie von Kleist vom 10.
November 1811), nahmen die Gedanken an einen Freitod überhand. Er
suchte und fand eine Begleiterin für diesen Weg, die an Krebs erkrankte
Henriette Vogel. Am 21. November 1811 tötete Heinrich von Kleist seine
festlich geschmückte Geliebte Henriette Vogel und anschließend sich
selbst.Kleist hat seine Freundin zuerst erschossen. Sie hat die Brust
dazu entblößt, muß aber doch gezuckt haben, denn der Schuß hat mehr die
linke Seite unter dem Herzen getroffen, ist indessen doch sogleich
tödlich gewesen, nachher hat er sich die Pistole im Munde gesetzt und
sich so das Gehirn zersprengt.

© All rights reserved
http://www.heidelberg-fotograf.de/

Stefan Deege im Clip der Söhne Mannheims

Die SchauspielStudenten der Theaterakademie Mannheim im aktuellen Videoclip der Söhne Mannheims – Ich wollt nur deine Stimme hörn(Official Video)(HD)
Stefan Deege
Nicolas Menze
Andreas Krüger
Felix Berchtold

Liebe Freunde der Theaterakademie,
es ist vollbracht, unsere Absolventen präsentieren ihre Abschlussarbeiten. Die
Ergebnisse können sich sehen lassen.

Unsere Abschlussklasse ist bereit zum Durchstarten, unsere Nestflüchter sind Flügel gewachsen und sie präsentieren sich ein letztes Mal mit ihren Prüfungsrollen.
Die Werkschau ist eine Plattform um dem Zuschauer Einblicke in den Unterricht zu gewähren. So ist die Werkschau eine einmalige Gelegenheit für Theaterinteressenten, die Lust auf einen Blick hinter die Kulissen haben. In dem Fall besonders, denn Sie sehen unseren Abschlussjahrgang, mit genau den Rollenausschnitten, die sie der Prüfungskommission vorstellten.
Erarbeitet wurden Szenen von Wedekind, Tschechov, Stevensen, Schimmelpfennig Schnitzler, Walsh ….durch unsere Dozenten: Thorsten Danner, Ronald Funke, Silja von Kriegstein,Ragna Pitoll, Nadine Schwitter.
Die Absolventen Werkschau findet erstmals im Theater im Felina-Areal statt. Dies
befindet sich direkt hinter der Theaterakademie, in der Holzbauerstraße 6-8.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen
Silvana Kraka und Mario Heinemann Jaillet
Schulleitung

Karten ab sofort unter : office@theaterakademie-mannheim.de
oder telefonisch: 0621/12 47 127

Schöne Aussichten inklusive

In den knapp über zehn Jahren ihrer Existenz hat die Mannheimer Theaterakademie
einige Sturmböen und Dürrezeiten überstehen müssen. Man denke nur an die turbulenten Vorgänge, die den Leitungswechsel vor zwei Jahren begleiteten, der dem Ausbildungshaus eine wohltuende Neuorientierung brachte.
Beim Spiel der Schüler auf der „Semester Werkschau“ war von vergangenen Scherereien allerdings nichts zu merken.In zehn gemeinsam von Schülern und Dozenten erarbeiteten Kurzszenen zeigte der schauspielerische Nachwuchs im frisch eröffneten Theater Felina Areal großzügiges Mimentheater.
Schule für den harten Alltag. „Wir wissen, wie schwer es Schauspieler im Alltag haben können und wollen sie alle gut darauf vorbereiten“ sagt Mario Heinemann Jaillet von der Schulleitung. Die gute Vorbereitung ist auch ein Grund dafür, dass man hier mit den Eleven schon früh in der Ausbildung direkt in die szenische Rollenarbeit einsteigt. Das ist nicht unbedingt üblich an Theaterschulen, doch konnte der Abend diesem Ansatz nur recht geben.
Vom Erstsemester bis zu Mitgliedern der Abschlussklasse stellte sich die Mannschaft solide und bisweilen großartig den szenischen Herausforderungen. Herrliche Wechselbäder besorgten Helene Bohrmann mit ihrem lauten Monolog aus „Ganze Tage – Ganze Nächte“ und Elisabeth Schlicksupp als Schnitzlers Fräulein Else in einer dicht abgesteckten Sofanummer. Daniel Baczyk bestellte als überaus ordnungsliebender Malvolio amüsantes Shakespearetum auf dem Dielenboden, derweil Andreas Krüger und Ildiko Preszly sich im schwülen Streit an der „Endstation Sehnsucht“ trafen. Nicht zu vergessen ein drollig verclowntes und präzise intoniertes „What Shall We Do With The Drunken Sailor“ vom jüngst gegründeten Chorprojekt der Akademie. Großer Applaus dementsprechend auch aus den begeisterten Stuhlreihen
für einen mehr als unterhaltenden Abend und die schönen Aussichten der Nachwuchsmimen.

Bernd Mand
Mannheimer Morgen


Liebe Freunde der Theaterakademie,
es ist vollbracht, unsere Zwischenprüfung ist erfolgreich bestanden. Die
Ergebnisse können sich sehen lassen. Erarbeitet wurden Szenen von Wedekind,
Tschechov, Stevensen, Schimmelpfennig Schnitzler, Walsh ….durch unsere
Dozenten: Franz Burkhard, Thorsten Danner, Silja von Kriegstein, Hubert
Habig, Andreas Manz, Nadine Schwitter. Zu sehen sind Studenten des 3. bis
7. Semesters, die darauf brennen vor Publikum zu spielen.
Die Offene Bühne findet erstmals im Theater im Felina-Areal statt. Dies
befindet sich direkt hinter der Theaterakademie, in der Holzbauerstraße 6-8.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen
Silvana Kraka und Mario Heinemann Jaillet
Schulleitung

Reservierung ab sofort unter : office@theaterakademie-mannheim.de oder telefonisch: 0621/12 47 127

Premiere Asyl III. Akt Szenen aus dem Untergrund nach Maxim Gorki

„Szenen aus der Tiefe“ nennt Gorki sein bekanntestes Stück. In einer zusammen gewürfelten Gesellschaft der Armen und Entrechteten spitzen sich die Konflikte untereinander dermaßen zu, dass es zu einer Explosion der Gewalt kommt. Gorkis wichtigstes Anliegen war es ihm, diesen Menschen eine Stimme auf der Bühne zu geben.
Asyl III. Akt reduziert Gorkis Drama auf wenige Figuren und Handlungsstränge, um diese in einem Halbjährigen Arbeitsprozess mit authentischen Szenen unserer Zeit zu konfrontieren. Das Leitungsteam und Darsteller gehen selbst in die „Tiefe“ unserer Stadt, um Material über sog. prekäre Gestalten des Hier und Jetzt zu sammeln.

Herausgeber: Tham/ Theaterakademie Mannheim .e.V.
Leitung: Silvana Kraka
Mario Heinemann Jaillet
Hubert Habig

 

Holzbauerstraße 6-8
68167 Mannheim
Tel.: +49 621/12 47 127
Karten: +49 621/12 47 245

Inszenierung: Hubert Habig
Assistenz: Fee Krämer
Ausstattung: Jörg Fischer
Musik: Claus Boesser-Ferrari
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet

Es spielen:
Anne C. Kolmogorow
Torsten Ibach
Eleonore Bogovic
Kathleen Wenzel
Sarah Laubvogel-Dallimore
Paul Dallimore
Kerstin Kiefer

mit freundlicher Unterstützung des Kulturamts der Stadt Mannheim und dem Landesverband freier Theater Baden-Württemberg e.V.

Vorstellung: jeweils 20.00 Uhr

06.06.08
07.06.08
18.06.08
19.06.08

Premiere am 06.06.08 um 20.00 Uhr in der Theaterakademie Mannheim
Holzbauerstraße 6-8
68167 Mannheim
Tel.: +49 621/12 47 127
Karten: +49 621/12 47 245

Foto: Uli Dinger
© All rights reserved

Literatursommer der Landesstiftung Baden-Württemberg Literanto

Die ThaM inszeniert multinationale deutsche Literatur in der Neckarstadt

Im Rahmen des Literatursommers 2008, initiiert von der Landesstiftung Baden-Württemberg, erstellt die Theaterakademie Mannheim tham ein literarisches Stimmungsbild der interkulturellen Stadtgesellschaft am Anfang des 21. Jahrhunderts in der Neckarstadt West und Ost.

Am 23. und 24. Mai wird an an zehn außergewöhnlichen Stationen Literatur vorgetragen, die aus der Feder von deutschsprachigen Migranten der zweiten und dritten Generation stammen. In Szene gesetzt wird die junge Prosa und Lyrik, die von mindestens zwei kulturellen Sphären geprägt ist, durch Tanz und Musik, bildende und darstellende Kunst. Beteiligt an diesem Projekt sind bekannte Schauspieler wie Gerhard Piske, Hannah von Peinen und der Choreograph Mario Heinemann Jaillet sowie Dozenten und SchauspielschülerInnen der Theaterakademie tham. Darüber hinaus werden die Veranstaltungsorte für junge Laiendarsteller aus den Stadtteilen geöffnet, die mit den Regisseurinnen Silvana Kraka und Hubert Habig agieren.

An beiden Abenden werden vier Routen zu den ungewöhnlichen Orten angeboten. Ausgangspunkt der literarischen Performance ist das Gelände der Felina-Werke, in dem die Theaterakademie beheimatet ist: um 18:30 Uhr beginnt dort der Kartenverkauf, gegen Ende, ca. 23 Uhr können sich alle Teilnehmer wieder in der Theaterakademie zu einem Umtrunk und zum regen Austausch einfinden.

Die Auswahl der Texte konzentriert sich vor allem deshalb auf jüngere Autorinnen und Autoren, weil sich die zweite und dritte Generation von den klassischen Kategorien der „Gastarbeiterliteratur“ nicht nur längst abgegrenzt hat, sondern sich seit mindestens zwei Jahrzehnten den Qualitätskriterien sowie den Produktions- und Rezeptionsbedingungen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur stellt.

In Konkurrenz zum deutschstämmigen Autorennachwuchs haben diese Autorinnen und Autoren mit Stilsicherheit in der deutschen Sprache und mit Innovationskraft, die aus dem jeweiligen kulturellen Hintergrund schöpft, hervorragend positioniert und sind aus der jüngsten deutschsprachigen Literaturszene nicht mehr wegzudenken.

Auch die Ensembles der deutschen Stadttheater spiegeln zunehmend die multiethnische Gesellschaft der Bundesrepublik. Dies zeigt sich auch in der Ausbildung: an der Theaterakademie Mannheim studieren junge Frauen und Männer, deren Familien aus Polen, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Spanien und der Türkei stammen. Dadurch ist es möglich, die Protagonisten der literarischen Stoffe authentisch zu besetzen.

Mit den Schauspielern wird eine Textperformance erarbeitet, die nicht nur aus den literarischen Quellen, sondern auch aus dem persönlichen Erfahrungshintergrund der Darstellerinnen und Darsteller schöpft.



Kurzinfos

Veranstalter: Theaterakademie Mannheim tham, Holzbauerstr. 6-8

Termin: 23. und 24. Mai 2008

Kartenverkauf: am 23. und 24. Mai ab 18:30 Uhr in der tham

Karten-Reservierung: unter: 0621-1247245, literanto-tham@gmx.de

Kartenpreis: 5 Euro, ermäßigt 2,50

Uhrzeit: 19:30 Beginn der geführten Routen

Orte: Mannheim Neckarstadt Ost und West

An neun unterschiedlichen Stationen

Beteiligte Künstler: Silvana Kraka (Regisseurin)

Mario Heinemann Jaillet (Tanz)

Sascha Koal (Schauspieler)

Gerhard Piske (Schauspieler)

Hannah von Peinen (Schauspielerin)

Christina Dom (Schauspielerin)

Hubert Habig (Regisseur)

Jürgen Flügge (Regisseur)

Christian Birko-Flemming (Schauspieler)

Motz Tietze (Bildender Künstler)

Ursula Steuler (Begleitende Ausstellung: „Heiße Eisen dieser Welt“)

mit freundlicher Unterstützung der Landesstiftung Baden-Württemberg, der Landesbank Baden-Württemberg und des Kulturamts der Stadt Mannheim


Am 24.04.08 und am 25.04.08 um 20 Uhr in der ThaM

„Offene Bühne Spezial“

Unsere Abschlussklasse ist bereit zum Durchstarten, unseren Nestflüchtern sind Flügel gewachsen und sie präsentieren sich ein letztes Mal mit ihren Prüfungsrollen. Bei einer Spezial-Ausgabe der Offenen Bühne sehen Sie unseren Abschlussjahrgang, mit genau den Rollenausschnitten, die sie der Prüfungskommission vorstellten.
Die Offene Bühne ist eine Plattform um dem Zuschauer Einblicke in den Unterricht zu gewähren. So ist die offene Bühne eine einmalige Gelegenheit für Theaterinteressierte, die Lust auf einen Blick hinter die Kulissen haben.

Holt euch die aktuelle Ausgabe des Flugblatts der Schauspielschule und informiert Euch über die Aufnahmetermine, Workshops, dem Gastspiel- und Vorstellungsangebot der Theaterakademie Mannheim.
Ihr findet Das Flugblatt zum Download und ausdrucken auf der Homepage der Schauspielschule: www.theaterakademie-mannheim.de
oder direkt über den Screenshot hier im Blog.
Viel Spass damit.

Von Alfred Huber

Eine Gehirn- und Seelenwäsche. Was sonst? Schließlich will man kaufmännischer Direktor eines multinationalen Konzerns werden. Da heißt es durchhalten, wenn man als Bewerber in der engeren Wahl ist, und einen die Psychologen der Personalabteilung trickreich auseinandernehmen,

Im Jahr 1972 schrieb Dieter Duhm ein Buch über die “Angst im Kapitalismus” und behandelte darin die zwischenmenschlichen Konflikte einer Warengesellschaft, die mit ihren oft irrationalen Verhaltensvorschriften reale Ängste in neurotische Ängste verwandeln kann. Das Stück “Die Grönholm-Methode” des 1964 geborenen Schriftstellers Jordi Galceran, mit dem das “Theater im Trafohaus” bei der Mannheimer Theaterakademie (ThaM) eine gelungene Premiere feierte, erscheint wie eine Fortsetzung dessen, was Duhm über die nach Leistung geregelten Beziehungen der Menschen untereinander geschrieben hat.

Vier Bewerber sind übrig geblieben, drei Männer, eine Frau. Nach und nach treffen sie ein in dem karg möblierten Raum, um die letzten Testhürden auf dem Weg zum attraktiven Ziel zu nehmen. Was nun in der erfreulich dichten, genauen und einfühlsamen Regie Rainer Eschers beginnt, ist leicht zu erraten, zumal einer der Anwesenden offenbar die Personalabteilung vertritt. Nun kühlt die Atmosphäre spürbar ab, Misstrauen ist angesagt. Und rasch erfährt man, dass in jedem Menschen ein Despot steckt, der seine Mitbürger, wenn es seinem Vorteil dient, beleidigt und demütigt. Elisabeth Auer spielt eine wunderbar sachliche, souverän agierende Mercedes Degás; Dirk Mühlbach zeigt einen sarkastischen Fernando Porta, den das Leben so sehr gekränkt hat, dass er wohl am liebsten die ganze Welt verderben würde.

Trickreiche Psychologen

Er ist der einzig wahre Kandidat unter den Vieren. Denn auch die beiden anderen Bewerber, Enrique Font, von Mathias Wendel mit schön unterkühlter Distanz gespielt, und Carlos Bueno, dem Sascha Koal die undurchschaubare Freundlichkeit eines stets Verständigen verleiht, sind, wie ihre Kollegin Degás, hauseigene Psychologen. Der Mensch, so erfahren wir am Ende ergriffen, ist kein Mensch, sondern nur eine Handelsware. Über sie entscheidet allein die Effizienz.

Weitere Aufführung am 11. Januar in der Theaterakademie Mannheim (Holzbauerstr. 6-8)

Quelle: Mannheimer Morgen
21. Dezember 2007


PREMIERE in der Theaterakademie Mannheim
Die Grönholm-Methode

von

Jordi Galceran

Vier Bewerber haben sich zur Endrunde eines Auswahlverfahrens für eine äußerst attraktive Managerposition eingefunden. Sie werden mit einer höchst ungewöhnlichen Bewerbungssituation konfrontiert: es gilt, unterschiedliche Aufgaben zu lösen, wobei die vier ganz auf sich gestellt sind. Jeder einzelne muss sich bewähren, ohne wirklich zu wissen, mit welchem Ziel die Aufgaben gestellt wurden oder was von den Bewerbern erwartet wird. Schon die erste Aufgabe sät Misstrauen: unter den Bewerbern scheint sich ein Vertreter der Personalabteilung zu befinden. Beim Kampf um den begehrten Posten, der immer ungewöhnlichere Mittel fordert, wird auch das Privatleben der Bewerber nicht ausgespart.

So beschreibt Jordi Galcerans Stück eine Situation, die von der unerbittlichen Konkurrenz zwischen Arbeitssuchenden und gleichzeitig sehr unterhaltsam vom Wahn um die Resource Mensch erzählt.

Regie: Rainer Escher
Mit: Elisabeth Auer, Sascha Koal, Gerhard Piske, Mathias Wendel

Theaterakademie Mannheim
Holzbauerstraße 6-8
68167 Mannheim

Karten unter:
Tel.: 0621/336 48 86
oder per Email:
info@trafohaus.de

Die Schauspielschule bildet seit 10 Jahren Schauspieler und Regieschüler aus. Sie ist eine staatlich anerkannte Berufsfachschule für Schauspiel und Regie im Sinne des Privatschulgesetzes des Landes Baden-Württemberg und Bafög-berechtigt. Unter der Leitung von Silvana Kraka und Mario Heinemann Jaillet wurde nun ein neues kompetentes Dozententeam zusammengestellt.

Die Theaterakademie Mannheim orientiert sich an Entwicklungen und Tendenzen des zeitgemäßen Theaters, ohne jedoch modischen Trends hinterherzulaufen.
Deshalb vermittelt sie umfassend die wichtigsten Schauspieltheorien seit der Antike und setzt sie in Bezug zur jeweiligen Theaterpraxis. Ihre, aus heutiger Sicht, brauchbaren Aspekte fließen aber auch unmittelbar in die Ausbildungs-Praxis ein.
Deren Ziel ist es, bei jedem Schüler handwerkliche Könnerschaft mit der persönlichen Leidenschaft und Offenheit aufs engste zu verbinden, um so wahrhaft lebendige Gestalten zu schaffen.

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