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Mit der Dunkelheit kommen Hexen und Raben Walpurgisnacht – Trommer Hoftheater beschert seinen Besuchern bei einer Wanderung schaurig-schöne Erlebnisse Hexeneinmaleins: Eine Szene aus Goethes Faust war nur eine von vielen Geschichten, die Studenten der Theaterakademie Mannheim bei der Walpurgisnacht-Wanderung auf der Tromm erzählten.

Hexeneinmaleins: Eine Szene aus Goethes Faust war nur eine von vielen Geschichten, die Studenten der Theaterakademie Mannheim bei der Walpurgisnacht-Wanderung auf der Tromm erzählten. Foto: Evi Church TROMM. Hexen, Mythen und Dämonen zur Walpurgisnacht auf der Tromm – es ging mythisch zu bei der Walpurgisnacht-Wanderung des Hoftheaters Tromm. Studenten des ersten und zweiten Semesters der Mannheimer Theaterakademie erzählten Märchen und Geschichten an ungewöhnlichen Orten rund um den sagenumwobenen Berg im Odenwald. Die Schauspieler um Dozent Jürgen Flügge spielten in schaurig-schöner Kulisse Szenen aus Goethes Faust, aus „Der Rabe“ von Edgar Allan Poe und aus anderen Geschichten. Als sich die Besuchergruppe um Jürgen Flügge auf die Wanderung begab, dämmerte es bereits. Es stürmte, hinter den Bergkuppen rund um die Tromm flackerten immer wieder helle Blitze auf. In der Ferne war Donnern zu hören. Aber das Gewitter war weit weg, im Himmel über der Tromm waren vereinzelt Sterne zu sehen. Der Mond wies den Weg. An einem Fachwerkhaus vorbei ging es hinein in den Wald, dichte Tannen ließen kaum etwas erkennen im Unterholz. Es raschelte, aus dem Wald ertönten Schreie. Woran man eine Hexe erkennt, war kurz zuvor zu erfahren. Zwei Studentinnen der Theaterakademie Mannheim hatten sich ausführlich darüber ausgelassen auf der Treppe vor einem alten Haus. Lange Fingernägel habe sie, die Hexe, wie riesige Krallen. Ihre Glatze pflege sie mit Perücken aus menschlichem Haar zu verdecken. Und eine Hexe riecht ihre Opfer aus der Ferne. Immer tiefer ging es in den Wald hinein. An einer Kreuzung bog die Gruppe ab, nach links, zum Ireneturm. Eine Hexe riecht ihr Opfer nicht nur, sie spürt auch, wenn es Angst hat. Er rannte und rannte, der kleine Junge, und kam doch nicht von der Stelle. Die mit Warzen übersäte Hand aber kam ihm immer näher. Dann erwachte der Junge jäh aus seinem Albtraum. Es ist ein kurzes Theaterstück von Samuel Maku, Student der Theaterakademie um Dozent Flügge, der diese Geschichte am Montag eindrucksvoll vorbrachte. Es war dunkel, als die Wandergruppe den Ireneturm erreichte. Die Spitze des „Hexenturms“ ragte in den nächtlichen Himmel. Treffen sich die Hexen hier zu ihrem Ausritt auf den Besen in die Nacht? Treiben sie von hier aus ihre heimtückischen Spiele? Filipka, der Fischerjunge, entkommt der alten Hexe Baba Jaga mit Hilfe der Gänse, die ihm Federn überlassen. Daraus bastelt sich Filipka Flügel und fliegt davon. Er hat die tobende Hexe mit ihren eigenen Waffen geschlagen. Das russische Märchen eines unbekannten Autoren beflügelte die Fantasie der Besucher, als die Bäume auf der Tromm zunehmend hin und her wankten im Gewittersturm. Dem Schatten seiner Seele nicht entfliehen kann der vom Tod seiner Geliebten „Lenore“ gezeichnete Mann in Edgar Allan Poes Gedicht „Der Rabe“. Der schwarze Vogel ist erbarmungslos, krächzt ein „Nimmermehr“. Dabei brach nun wirklich dunkle Nacht herein. Flügge hatte die Wanderer mittlerweile tief in den Wald geführt. Auf einem Tisch mit zwei Bänken irgendwo auf der dunklen Tromm spielten zwei Studenten der Theaterakademie Mannheim Poes Gedicht über den mysteriösen, nächtlichen Besuch eines Raben bei einem verzweifelten Menschen. Die junge Hexe, die von ihrer Oberhexe gekündigt wurde, erheiterte da schon eher die Gemüter. Und allmählich wurde es auch wieder heller, als die Wandergruppe nach über zwei Stunden die Lichtung des Waldes erreichte. Die Studenten hatten für bleibende Eindrücke gesorgt bei den Besuchern. Viele blieben noch lange auf dem Hof des Hoftheaters, um sich über mystische Literatur auszutauschen oder um der unheimlichen Wanderung noch einmal nachzuspüren, bei der in diesem Jahr sogar das Wetter eine Rolle spielte.
Quelle: http://www.echo-online.de
Foto: Evi Church

Schauspiel: Abschlussklasse der Theaterakademie

Die Bretter, auf der die Welt in Glanz, Glorienschein und Niederungen immer wieder neu erschaffen und zu Fall gebracht wird – diese Vier haben sich aufgemacht, um auf ihnen zu bestehen: Canan Kir, Felix Berchtold, Benjamin Dami und Markus Schultz – die Abschlussklasse der Mannheimer Theaterakademie. Bei der ersten von zwei Werkschauen präsentieren die Schauspielschüler im Theater Felina Areal, was sie in sieben Semestern gelernt haben; Szenen, Gesangs-, Tanz- und Fecht-Vorführungen, die sie mit ihren Do-zenten in Eigenregie erarbeitet haben. Unterstützt werden sie bei ih-ren (teils prüfungsrelevanten) Dar-bietungen auch von Akademie-Eleven aus jüngeren Jahrgängen. Es bedarf keines Welpenschutz-Filters, um der Klasse hohe Anerkennung für ihre Leistung zu zollen. Sei es, dass Benjamin Dami als dämonischer, Bulgakows Roman „Der Meister und Margarita“ entsprungener Conférèncier mit bezwingendem Furor die Gier der Moskauer Elite in einer mephistophelischen Varieté-Show entlarvt (was beim Zuschauer unwillkürlich ein Gefühl von Schuld hervorruft). Sei es, dass Canan Kir bei Leibesübungen in der Rolle der Silvia in Marivaux’ „Das Spiel von Liebe und Zufall“ wunderbar er-nüchternd-komisch über die Beschaffenheit zwischenmenschlicher Arrangements sinniert. Fein austariert Ein Feld, in dem der hässliche Herr Mollfels (aus Grabbes „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“) kläglich scheitert – im Gegensatz zu Markus Schultz, der mit einer pointierten Mollfels-Darstellung glänzt. Und Felix Berchtold lotet mit fein austariertem Spiel souverän die zerklüfteten Seelengründe des Kostja in Tschechows „Die Möwe“ aus. Chapeau! Eine weitere Gelegenheit, das Quartett auf der Bühne zu erleben, bietet die Komödie „Der Hässliche“ (Regie: Sven Prietz), die wieder am 9., 10., 26. und 27. Mai (jeweils 20 Uhr) auf dem Theater Felina Areal aufgeführt wird.
mav

Quelle: Mannheimer Morgen
Foto: Wolfgang Detering

 

Die Abschlussinszenierung der AK 2012 “Der Hässliche” von Marius von Mayenburg wird am 30.3.2012 im Theater Felina-Areal Premiere haben. Die Studenten der Schauspielschule hier mit Sven Prietz vom Nationaltheater Mannheim bei einer Leseprobe.

Miriam Grimm und Felix Berchtold in Fräulein Braun

Am 21.2.2012 und am 22.02.2012, jeweils um 20.00 Uhr,  gibt es das gefeierte Schauspiel im Theater Felina-Areal zu sehen.
Regie: Silvana Kraka
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet
mit Miriam Grimm und Felix Berchtold
Ein Stück für eine Schauspielerin und einen Deutschen Schäferhund von Ulrich Hub

Pressestimme:
»…eine großartige Miriam Grimm…
…den verblendeten Eifer einer berechnenden, erbarmungs-losen Anhängerin des menschenverachtenden Regimes beherrscht die Theaterakademie-Absolventin grandios.
… Temporeich und präzise setzt Kraka Hubs bittere Komik in Szene und nicht zuletzt Mario Heinemann Jaillets glänzend verschliffene Choreographien runden den hervorragenden Theaterabend ab.«

Mannheimer Morgen
„ … im Sommer geh ich schwimmen, im Winter lauf ich Schlittschuh“ Die junge Eva arbeitet bei einem Fotografen und träumt davon Filmstar zu werden. Sie wird stattdessen der Star am Fotoverkaufsstand ihres Chefs Hoffmann bei den Parteiversammlungen der aufstrebenden NSDAP. Im aufkeimenden Faschismus wurden die Hauptakteure der NSDAP verehrt wie heute Popstars. So verliebt sie sich auch in den Held der damaligen Zeit Adolf Hitler. Aus Schwärmerei wird Erpressung. Aus ihrem persönlichem Sieg und ihrer erzwungenem Partnerschaft zum größten Mann der Weltgeschichte, wird ein Gefängnisaufenthalt auf dem Obersalzberg begleitet von seinem Schäferhund, der mit der „Todesstrafe“ von beiden im Berliner Bunker endet. Ein unfassbares Stück deutsche Geschichte erzählt von der Warte deutscher Unschuld.Fotografie: Wolfgang Detering© All rights reservedTheater Felina-Areal
Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de
www.theater-felina-areal.de 

Die Produktion wurde durch das Kulturamt der Stadt Mannheim unterstützt.

Ulrich Hubs Bühnenerfolg „Fräulein Braun“ mit Miriam Grimm im Mannheimer Theater Felina-Areal
„Fräulein Braun“ war das erste Theaterstück des Schauspielers
und Regisseurs Ulrich Hub. Seit der Uraufführung 1995 am Thalia Theater
in Hamburg ist es ein Dauerbrenner auf den Bühnen. Im Mannheimer
Felina-Areal gibt jetzt Miriam Grimm Hitlers Geliebte und Ehefrau
für einen Tag: eine Eva Braun, die vom feschen Mädel zur Figur
dunkler Geschichte wird.

Vier Kleider hängen an langen Schnüren auf der Bühne, die Outfits für unterschiedliche Lebenslagen. Das blau-weiße Schürzenkleid für das deutsche Mädel, dem man früher gerne das Adjektiv „blitzsauber“ gegeben hat. Ein langweiliges Blumenmuster für den Alltag im Schatten des Führers. Ein Nachthemd für die einsamen Stunden auf dem Obersalzberg. Und am seltensten trägt sie die silbern schimmernde Abendrobe. Schauspielerin wollte sie eigentlich werden und sich im Glamour sonnen. Ein Traum, aus dem bekanntlich nichts geworden ist. Als alle Kleider abgehängt sind, baumeln lauter lange Schnüre im Raum herum. In Silvana Krakas Inszenierung ist das ein Symbol dafür, dass nach 15 Jahren an der Seite Adolf Hitlers nur der Strick bleiben wird. Oder vielmehr das Gift. Der Zuschauer erlebt, wie eine junge Frau mit ganz normalen Mädchenträumen immer schwerere Schuld auf sich lädt. Es ist eine ganz feine Linie, die Miriam Grimm mit ihrem Spiel zieht: von der ersten Leberkäs-Semmel in München bis zum gemeinsamen Suizid in Berlin. Mehr und mehr definiert sich das Leben des blonden Naivchens darüber, was der Führer möchte und befiehlt. Während sie am Anfang „ums Verrecken nicht“ in die Partei eintreten möchte, maßregelt sie später alle, die kritische Bemerkungen machen, und verweigert einer Bekannten ihre Hilfe, deren Ehemann aus dem Lager zu holen. An Fräulein Brauns Seite ist „ein Deutscher Schäferhund“. Felix Berchtold spielt diese Rolle, in der sich ganz viele Figuren sammeln: der Hund, ein Hitlerjunge in kurzen Hosen, der Soldat mit Sturmhelm, Eva Brauns Gefährte. Überdies hat die Rolle die Funktion, Tempo in die Geschichte zu bringen, aus dem Monolog ein Bühnenereignis zu machen. Wenn Berchtold im Gleichschritt durch den Raum marschiert oder die beiden in sorgfältig austarierten Bewegungen miteinander eine Kampf- Performance hinlegen (Choreografie: Mario Heinemann Jaillet), ist viel Getöse in der Inszenierung. Aber dabei geht das psychologische Sezieren einer extrem ambivalenten Persönlichkeit, das der Autor in dem Stück angelegt hat, nie verloren. Eindringlich demonstriert Miriam Grimm die Zerrissenheit einer Frau, die alle Vorzüge ihrer Situation ausnutzt, ohne sich dem Grauen zu stellen, das in ihrer Umgebung verantwortet wird. Mit jeder Szene werden die Intervalle zwischen Depression und Hochgefühl kürzer, und schließlich helfen nicht einmal mehr die vor dem Führer verheimlichten Zigaretten. Die bitterste Erkenntnis kommt Eva Braun kurz vor dem Tod, ein Satz, der die Zerrissenheit dieser Figur zusammenfasst: „Ich bin nicht immer meiner Meinung.”

TERMINE
Weitere Vorstellung am 9. und 16.Dezember, jeweils 20 Uhr, im Theater Felina-Areal in Mannheim. Karten 0621/3364886.
Quelle: RP

Am 11.11.11 hatte das Stück “Fräulein Braun” von Ulrich Hub Premiere.
weitere Spieltermine: 3.12., 9.12.11 & 16.12.2011, jeweils 20.00 Uhr
Regie: Silvana Kraka
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet
Licht: Kevin Rigby/Mario Heinemann Jaillet
Video: Mario Heinemann Jaillet
mit Miriam Grimm und Felix Berchtold
Ein Stück für eine Schauspielerin und einen Deutschen Schäferhund
Eine Produktion von S.Kraka und M.H.Jaillet mit freundlicher Unterstützung durch das Theater Felina-Areal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

“„Zwischen vier von der Decke herabhängenden Gewändern wechselt eine großartige Miriam Grimm als lebendige Figurine die Rollen der Braun, gibt sie zunächst kindlich-naiv, verwirrt von den ihr bislang unbekannten Gefühlen, und lässt bis zur Pause schlicht keinerlei Antipathien seitens des Publikums zu. Doch auch den verblendeten Eifer einer berechnenden, erbarmungslosen Anhängerin des menschenverachtenden Regimes beherrscht die Theaterakademie-Absolventin grandios. Daneben erweist sich Felix Berchtold in gleich mehreren Rollen als ausdauernder Garant für wohltuende Leichtigkeit. Sein bisweilen absurd-komisches Spiel entwickelt sich dabei gegenläufig, reicht von anfänglicher Faszination über Verbissenheit bis hin zur verzweifelten Resignation. Temporeich und präzise setzt Kraka Hubs bittere Komik in Szene und nicht zuletzt Mario Heinemann Jaillets glänzend verschliffene Choreografien runden den hervorragenden Theaterabend ab – Ovationen im Stehen.“
Mannheimer Morgen vom 15.11.2011

Holzbauerstr. 6-8
Mannheim / Neckarstadt-Ost
Karten unter
0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de
www.theater-felina-areal.de

Miriam Grimm und Felix Berchtold

Die umjubelte Schauspielproduktion von S.Kraka und M.H.Jaillet “Fräulein Braun” von Ulrich Hub gibt am 16.12.11, 21.2.2012 und am 22.02.2012 um 20.00 Uhr im Theater Felina-Areal eine Zusatzvorstellung.

Die Kartenvorbestellung läuft unter 0621 / 33 64 88 6
oder: info@theater-felina-areal.de

“Temporeich und präzise setzt Kraka Hubs bittere Komik in Szene und nicht zuletzt Mario Heinemann Jaillets glänzend verschliffene Choreografien runden den hervorragenden Theaterabend ab – Ovationen im Stehen.“

Mannheimer Morgen vom 15.11.2011
Regie: Silvana Kraka
Choreographie: Mario Heinemann Jaillet
Licht: Kevin Rigby/Mario Heinemann Jaillet
Video: Mario Heinemann Jaillet
mit Miriam Grimm und Felix Berchtold
Ein Stück für eine Schauspielerin und einen Deutschen Schäferhund
Eine Produktion von S.Kraka und M.H.Jaillet mit freundlicher Unterstützung durch das Theater Felina-Areal und dem Kulturamt der Stadt Mannheim

Foto: Wolfgang Detering

Die Schauspielsaison des Theaters der Stadt Heidelberg, unter der neuen Leitung des Intendanten Holger Schultze, wird auf eine ganz besondere Art und Weise eröffnet. Mit insgesamt acht Stücken an drei Tagen und an acht Orten in ganz Heidelberg, stellt sich das neue Schauspielensemble vor. “Don’t Believe The Hype” nennt sich die Reihe. Die künstlerische Leitung hat Regisseur Veit Güssow.

Assistenz Miriam Horwitz
Produktionsleitung Anne Pöhlmann
Assistenz Caroline Thiemann
Ausstattung Anna-Maria Klein,
Berit Schog, Alex Vermeulen
Schauspielerin Miriam Grimm

Studierende der Theaterakademie Mannheim:
Felix Berchtold
Sebastian Blum
Edgar Diel
Yaroslava Gorobey
Canan Kir
Eva Sauter
Laura Schäfer
Melina Schöfer
Svetlana Wall

Don’t believe the HypeHype als Ware – ein kleiner Bogen von DSDS zum Uraufführungs-Wahnsinn im Theater, Lena, DSDS, Iphone X und Knut der Eisbär:

Hype lässt sich produzieren und in Profit umwandeln. Eine Popsängerin, ein Telefon oder ein Tierbaby interessieren nicht einfach viele Menschen, so dass ein Hit, ein Verkaufsschlager oder ein Rummel entsteht, vielmehr wird die mediale Aufmerksamkeit vorweg erregt bis sich eine riesige Interessentenmenge ansammelt, die dann als Käufer der nachgelieferten Produkte auftritt. Hype-Produktion ist auch Werbung. Aber der Hype bewirbt nicht einfach ein Produkt, seine kommerzielle Ausschlachtung beginnt erst richtig, wenn er gelungen ist. Dann sind der Fantasie bei der passenden Produktentwicklung keine Grenzen gesetzt: Apps, CDs und eine Produktpalette die fast selbstironisch »Zur-Verkaufs- förderung«-Artikel (Merchandising) heißt sowie die in der Hype-Berichterstattung platzierbaren Werbeflächen. Die Hype-Produktion selbst ist das Ziel gigantischer Marketingstrategien und wird so selbst zum Produkt der entsprechenden Branche. Diese Umkehrung des normalen Verhältnisses von Gefallen am Gegenstand und Attraktion der Aufmerksamkeit ist faszinierend und gleichzeitig in ihrer (Un)logik alltäglich.
Die Hype-Produktion ist Abziehbild kapitalistischer Warenproduktion, in der die Ablösung des Produktionszwecks vom Nutzen des Produkts das gängige Prinzip darstellt. Die Ware kommt zum Zweck des Profits auf die Welt, ihr sachlicher Nutzen ist zum Mittel degradiert. Da sich diese Verkehrung auf fast jedes Ding und jede Tätigkeit anwenden lässt, gibt es keine Lebenssphäre, die dieser Logik nicht untergeordnet werden kann: von der Gesundheitsversorgung bis zu Strom und Wasser, von der Liebe bis zum Co2-Emissions-Handel, von Teilen der Kunst bis zum Hype: Alles lässt sich als Ware produzieren und in Profit.

Quelle: www.theaterheidelberg.de

 

Das Licht im Café Filsbach geht aus, die Scheinwerfer richten sich auf die schwarz ausgekleidete Bühne, ein elektronischer Klangteppich breitet sich über den Raum und der junge Mann auf dem Podium beginnt, das Publikum in den Bann seiner “inneren” Auseinandersetzungen mit der “bleichen” Realität seiner Existenz und der Sehnsucht nach einem bunten, aufregenden Leben zu ziehen. So der Auftakt zu einem literarisch-musikalischen Abend der nicht ganz gewöhnlichen Art.

Zur Vorgeschichte: Im Jahr 2009 waren junge Menschen im Alter von zwölf bis 20 Jahren in der Metropolregion Rhein-Neckar eingeladen, sich an dem Schreibwettbewerb „BunteZungen_WorteFluss“ zu beteiligen. Sie konnten literarische Texte gleich welchen Genres und Inhalts einreichen. Von über 300 Arbeiten wurden 65 ausgewählt und im Frühjahr 2010 in einem gleichnamigen Sammelband veröffentlicht.

Aus dem Schreibwettbewerb ist nun ein musikalisches Folgeprojekt hervorgegangen: Die Produktivität der jungen Menschen hat die Mannheimer Komponisten Stefan Dürr, Marco Olbert und Peter Tröster inspiriert, ihren persönlichen Assoziationen zu einigen der lyrischen Texte in digital erstellten Kompositionen Ausdruck zu verleihen. Zu zwölf ausgewählten Beiträgen haben sie Klangkreationen geschaffen, die die Texte unter- und ummalen, in mal eher meditative, mal emotional aufwühlende, mal experimentelle Klanggewebe einbetten und so in ihrer Ausdruckskraft noch verstärken. Die Kompositionen wurden auf der CD „BunteZungen_WorteKlang“ aufgenommen und die dazugehörigen Texte zum Teil von den Autorinnen und Autoren selbst, zum Teil von einer Schauspielschülerin und zwei Schauspielschülern der Theaterakademie Mannheim gesprochen.

Am Freitagabend fand nun im voll besetzten Café Filsbach die Live-Präsentation der CD statt, bei der die jungen Verfasserinnen und Verfasser ein Podium zur Lesung ihrer Lyrik in einem dynamischen Dialog mit Klang und Musik erhielten. In einer ausgefeilten Veranstaltungs-Choreografie wechselten musikalisch-literarische Präsentationen mit kurzen Moderationsrunden ab, wobei das junge Moderatoren-Team im Gespräch mit den Autorinnen und Autoren, den Komponisten sowie den angehenden Schauspielern schlaglichtartige Einblicke in die Hintergründe des Projekts eröffnete.

So gestaltete sich ein abwechslungsreiches Abendprogramm, das nicht zuletzt aus der Emotionalität, Direktheit und Authentizität der vorgetragenen und musikalisch bearbeiteten Texte seine Spannung bezog sowie aus dem immer wiederkehrenden Leitmotiv der Sehnsucht nach Freiheit und einem intensiv gelebten, selbstbestimmten Leben. Dass diese Botschaft eindrucksvoll zum Tragen kommen konnte, lag auch an der ebenso einfühlsam wie spannungsvoll arrangierten Musik. Nicht nur für die jungen Lyrikerinnen und Lyriker war die Vortragserfahrung trotz ihrer speziellen Herausforderungen an eine minutiöse Abstimmung mit den Kompositionen “einfach genial”. Großer Beifall für alle Beteiligten der gelungenen Veranstaltung kam ebenso vom jungen wie älteren Publikum.

Beim abschließenden Empfang ließen die Organisatoren – Jugendamt, Kulturamt, Kunsthalle und Stadtbibliothek der Stadt Mannheim sowie die Begegnungsstätte Westliche Unterstadt – das Projekt noch einmal Revue passieren, das so viel Kreativität und Überraschungen hervorgebracht hat. Und auch die noch zu erschließenden weiteren Potenziale kamen zur Sprache. Dazu gehört etwa eine mögliche Tournee durch die Schulen der Metropolregion. Die könnte nach dem Erfolg im Café Filsbach erneut belegen, dass junge Menschen sich nicht bei “Deutschland sucht den Superstar” vorführen lassen müssen, um ihre Talente vor Publikum unter Beweis zu stellen.

Außerdem sind die Autoren eingeladen, ihre Texte am 22. August auf der Bundesgartenschau in Koblenz zu präsentieren.

Weiter Infos unter www.buntezungen.de

Bilder können unter http://buntezungen.de//auffuehrung/flash/ angeschaut und durch Anklicken runtergeladen werden.

Musikbeispiele sind unter http://buntezungen.de/index.php?option=com_content&view=article&id=17&Itemid=21 zu hören.

Der Schauspielstudent der Theaterakademie Mannheim, Roman Kimmich als Sprecher beim Projekt BunteZungen_WorteKlang. (Hörprobe)

Wir bieten Euch:
Drei Tage lang das volle Unterrichtsprogramm an der Schauspielschule
Ihr erlebt den Alltag eines Schauspielschülers und lernt unsere Dozenten kennen.

Auf dem Stundenplan stehen:
☛ Schauspielgrundlagen
☛ Schauspieltraining
☛ Fechten
☛ Akrobatik
☛ Tanzen
☛ Ballett
☛ Körperarbeit
☛ Gesang
☛ Improvisation …

Außerdem könnt Ihr in den Pausen mit Schauspielstudenten
quatschen, wie das so läuft an
der Theaterakademie und im Beruf später.

7.-9. März 2011 10:00 – 15:00 Uhr
Kosten: 30,- €
Theaterakademie Mannheim
Holzbauerstraße 6-8 (unter dem Jugendamt)
68167 Mannheim Neckarstadt Ost
www.theaterakademie-mannheim.de
Bitte bringt leichte Klamotten mit, in denen Ihr euch gut bewegen könnt.

Anmeldungen bitte bis 2. März 2011 an:
office@theaterakademie-mannheim.de

Danach würden wir, auf Wunsch, ein Feedback geben und Euch bei Interesse Möglichkeiten der Ausbildung aufzeigen.

Wir freuen uns auf drei tolle Tage mit Euch!

Die nächsten Termine zur Aufnahmeprüfung sind:

am 11. März 2011 ab 15.00 Uhr
geprüft werden Bewegung, Gesang, Rolle.

Welche Gebühren sind für die Aufnahmeprüfung an der ThAM zu entrichten?

25,-EURO sind im voraus für die Aufnahmeprüfungen der Sommer- oder Wintersemester zu entrichten an die Theaterakademie Mannheim auf die angegebene Bankverbindung. Mit Ihrer Anmeldung zur Aufnahmeprüfung ist der Anspruch auf die volle Prüfungsgebühr verbindlich. Bei Nichtwahrnehmung des Prüfungstermins wird die Gebühr nicht erstattet. Eine erneute Anmeldung zu einem anderen Semesterbeginn verlangt erneute Prüfungsgebühr

Übrigens:
Quereinstieg auch für höhere Semester möglich.

Anmeldung ab sofort unter : office@theaterakademie-mannheim.de
oder telefonisch über Festnetz: 0621/12 47 127
siehe auch Kontakt.

Datum:
11. 03.2011/ 01.04.2011/ 15.04 2011/
Zeit:
15:00 – 18:00
Ort:
Theaterakademie Mannheim
Straße:
Holzbauerstr. 6-8
Stadt/Ort:
Mannheim, Germany

Bei der Werkschau zeigen die Studenten im Unterricht erarbeitete Rollen und Szenen sowie Ausschnitte aus den Fächern Fechten und Tanz. Erarbeitet wurden die Rollen von den Dozenten der Theaterakademie, von denen viele auf den Bühnen der umliegenden Theater zu sehen sind. So ist die Werkschau eine einmalige Gelegenheit für Theaterinteressierte, die Lust auf einen Blick hinter die Kulissen haben.

Wir bewirten Sie in unserem Foyer und freuen uns auf Gespräche nach der Vorstellung.

Karten unter

0621 / 33 64 88 6

oder:

info@theater-felina-areal.de

Datum:
Mittwoch, 19. und 21.Mai 2010
Zeit:
jeweils 20:00 – 21:30
Ort:
Theater Felina-Areal
Straße:
Holzbauerstr. 6-8
Stadt/Ort:
Mannheim, Germany

am 11. Juni 2010 ab 15.30 Uhr
geprüft werden Bewegung, Gesang, Rolle.

Welche Gebühren sind für die Aufnahmeprüfung an der ThAM zu entrichten?

25,-EURO sind im voraus für die Aufnahmeprüfungen der Sommer- oder Wintersemester zu entrichten an die Theaterakademie Mannheim auf die angegebene Bankverbindung. Mit Ihrer Anmeldung zur Aufnahmeprüfung ist der Anspruch auf die volle Prüfungsgebühr verbindlich. Bei Nichtwahrnehmung des Prüfungstermins wird die Gebühr nicht erstattet. Eine erneute Anmeldung zu einem anderen Semesterbeginn verlangt erneute Prüfungsgebühr

Übrigens:
Quereinstieg auch für höhere Semester möglich.

Anmeldung ab sofort unter : office@theaterakademie-mannheim.de
oder telefonisch über Festnetz: 0621/12 47 127
siehe auch Kontakt.

Datum:
Freitag, 11. Juni 2010
Zeit:
15:30 – 18:30
Ort:
Theaterakademie Mannheim
Straße:
Holzbauerstr. 6-8
Stadt/Ort:
Mannheim, Germany

Liebe Freunde der Schauspielschule Mannheim,

es ist vollbracht, unsere Absolventen präsentieren ihre Abschlussarbeiten.

Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Absolventen der Schauspielschule Mannheim

Mit Yvonne Puseljic, Elisabeth Schlicksupp, Susan Weckauf,

Daniel Baczyk und Nicolas Menze

Unsere Abschlussklasse ist bereit zum Durchstarten, unsere Nestflüchter sind Flügel gewachsen und sie präsentieren sich ein letztes Mal mit ihren Prüfungsrollen.

Die Werkschau ist eine Plattform um dem Zuschauer Einblicke in den Unterricht zu gewähren. So ist die Werkschau eine einmalige Gelegenheit für Theaterinteressenten, die Lust auf einen Blick hinter die Kulissen haben. In dem Fall besonders, denn Sie sehen unseren Abschlussjahrgang, mit genau den Rollenausschnitten, die sie der Prüfungskommission vorstellten.

Erarbeitet wurden die Szenen von den Dozenten: Thorsten Danner, Sven Prietz, Franz Burkhard, Dascha Trautwein, Anke Schubert, Ragna Pitoll, Nadine Schwitter, Andreas Manz, Hannah von Peinen.

Die Absolventen Werkschau findet im Theater im Felina-Areal statt. Dies

befindet sich direkt hinter der Theaterakademie, in der Holzbauerstraße 6-8.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen

Silvana Kraka und Mario Heinemann Jaillet

Schulleitung

Datum: 23. und 24.04.2010

Zeit: jeweils 20:00 Uhr

Ort: Theater Felina-Areal

Karten ab sofort unter :

0621 / 33 64 88 6

oder: info@theater-felina-areal.de

www.schauspielschule-mannheim.de

Schauspielerin und Dozentin Dascha Trautwein

Schauspielerin Dascha Trautwein vom Nationaltheater Mannheim erhält heute Abend den Arnold-Petersen-Preis 2009.  Es gibt sie ja, die Menschen mit dem inneren Leuchten. Dascha Trautwein, Mitglied des Mannheimer Schauspiel-Ensembles, gehört zu ihnen. Vielleicht hat sie die Jury des Petersen-Preises gerade auch dadurch überzeugt, und vielleicht hat dieses Leuchten auch der von ihr verkörperten Figur der Schillerschen “Jungfrau von Orléans” den besonderen Ton gegeben. Neben einer begabten Schauspielerin lässt sich in der 1978 Geborenen auch mühelos eine sympathische junge Frau mit der richtigen Mischung aus gesundem Selbstvertrauen, kreativer Vielfalt und beruflicher wie privater Neugier entdecken. Dass sie auch trefflich kämpfen kann, hat sie bisher nicht nur mit Schillers Johanna, sondern auch in Dietmar Daths “Waffenwetter”, dem Uraufführungsprojekt “4×4″, “Ehemänner”, dem Erfolgsstück “August: Osage County” und Jan Neumanns “Königs Moment” bewiesen, wo sie auch mit Textmassen, Entwicklungsstücken oder auch mal widrigen Produktionsbedingungen glänzend zurecht kam. Wie alle begabten Schauspieler sieht sie den Umgang mit Textmengen gelassen: “Der Text ist nur das Oberkleid, dass man sich zum Schluss überstreift, wenn man die Figur gefunden hat”, bekennt sie ganz in russischer Stanislawski-Tradition. All das rechtfertigt die Entscheidung des Gremiums, ihr heute im Schauspielhaus den Arnold-Petersen-Preis 2009 zu verleihen. Kreative Vielfalt Der Weg zur Bühne zeichnete sich bei der 1978 im kasachischen Uralsk (“am Fluss, an der kleinen Biegung zum kaspischen Meer, also quasi in der Steppe”) geborenen Wolga-Deutschen schon mit 13 ab. Vom malenden Vater wurde sie an die bildende Kunst herangeführt, doch bald entschied sie sich für deren darstellende Schwester: “Beim Malen war ich zu sehr für mich, ich brauchte die Bühne und das Publikum, das war schnell klar”, sagt sie über ihre frühen Schauspielaktivitäten, die sie, gerade auf dem Sprung in das Erwachsenen-Ensemble, wegen der Übersiedlung der Familie nach Bonn unterbrechen musste. Ohne Deutschkenntnisse, doch getrieben zum Spiel mit Sprache und Körper, setzte sie gleich auf dem deutschen Internat die Bühnenarbeit fort, und schloss (“Das war völlig klar”) nach Theaterkursen in Düsseldorf eine Schauspielausbildung an der Folkwang-Schule in Essen an. Danach brachte sie das erste Engagement an Deutschlands kleinstes Stadttheater nach Aalen. Dennoch keine schlechte Entscheidung, denn hier erwarb sie nicht nur drei Jahre Spielpraxis, sondern verknüpfte ihre Vita unbewusst mit Mannheimer Theatergeschichte. Sie arbeitete mit dem legendären ehemaligen Nationaltheater-Schauspieldirektor Jürgen Bosse, Schauspieler Berthold Toetzke und dem späteren NT-Hausautor Jan Neumann zusammen. Auch den Namensgeber der ihr jetzt zuerkannten Ehrung, den ehemaligen Generalintendanten Arnold Petersen, lernte sie bei einem seiner Premieren-Besuche in Aalen kennen, freilich, wie sie charmant lächelnd bekennt, “ohne jede Ahnung, dass ich einmal da landen sollte.” Mit Bosse probte sie Kleists ” Der zerbrochne Krug” und Yasmina Rezas “Gott des Gemetzels”, mit Autor Jan Neumann lernte sie bei den Produktionen “Die Nacht dazwischen” und “Vom Ende der Glut” dessen Stückentwicklungsverfahren kennen, das sie später mit ihm und dem Mannheimer Ensemble mit “Königs Moment” fortsetzen sollte. Voll des Lobes ist sie über den hiesigen Ensemblegeist, der dazu führe, dass “man sich als junge Schauspielerin schnell gut aufgehoben” fühle. Vielleicht einer der Gründe, warum sie ihren Vertrag bereits für das dritte Jahr verlängert hat. “Ich bin kein großer Planer, eher spontan”, sagt Trautwein über sich, die sich auf Lieblingsrollen nicht festlegen mag, sondern “unterschiedliche Sachen am liebsten spielt”. Ihre Begabung in verschiedenen Ästhetiken hat sie nicht nur auf der Bühne, sondern unlängst mit einer Foto-Ausstellung im Mannheimer Atelierhaus bewiesen, wo in Schaufenstern aller Welt “gespiegelte, fast durchsichtige Menschen ebenfalls Geschichten erzählen.” Dass ihr das besonders liegt, belegt auch ihre Nominierung zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres bei der Kritikerumfrage von “Theater heute”. Beim Petersen-Preis ist es indes erfreulicherweise nicht bei einer Nominierung geblieben. Wir gratulieren.

Ralf-Carl Langhals

Mannheimer Morgen 11. Dezember 2009

Du möchtest Schauspieler/In werden ?
Hier findest du die aktuellen Termine zur Aufnahmeprüfung an der Theaterakademie Mannheim

Termine Aufnahmeprüfungen an der Schauspielschule

am 22. Januar 2010 ab 15.00 Uhr
am 19. Februar 2010 ab 15.00 Uhr
am 19. März 2010 ab 15.00 Uhr
am 16. April 2010 ab 15.00 Uhr
geprüft werden Bewegung, Gesang, Rolle.

Welche Gebühren sind für die Aufnahmeprüfung an der ThAM zu entrichten?

25,-EURO sind im voraus für die Aufnahmeprüfungen der Sommer- oder Wintersemester zu entrichten an die Theaterakademie Mannheim auf die angegebene Bankverbindung. Mit Ihrer Anmeldung zur Aufnahmeprüfung ist der Anspruch auf die volle Prüfungsgebühr verbindlich. Bei Nichtwahrnehmung des Prüfungstermins wird die Gebühr nicht erstattet. Eine erneute Anmeldung zu einem anderen Semesterbeginn verlangt erneute Prüfungsgebühr

Foto: Günter Krämmer © All rights reserved

“Der neue Tanzabend der Compagnie ms-tanzwerk „Expected Overlaps“ macht optisch auf der Bühne einiges her. Begeisterter Applaus für dramatische und bildmächtige Geschichte.

“Die lyrische Expressivität der Tänzerin Gaelle Morello wird in den düsteren Bannkreis des Allroundtalents von Nicolas Menze gezogen.”

“Mario Heinemann Jaillet, Choreograf und Mitleiter der Mannheimer Theaterakademie, ist ein Fachmann für Schnittstellen. Für die zwischen Tanz und Bewegung, zwischen Performance und Provokation, manchmal auch für die zwischen Kunst und Behauptung. „Expected Overlaps“ (erwartete Überschneidungen) ist daher ein kluger Titel für eine zweiteilige Produktion im Felina-Areal. Zwischen den Prädikaten plakativ und kryptisch balanciert der reflektierte Theatermann manche Überraschungund diesmal Kleist aus.
Ein Mann in Rüstung stakst klappernd und kreisend um die Bühnenmitte, an der Wand und im Gewand wie hingegossen wirkend steht sie. Sie heißt Gaelle Morello, ist Tänzerin,Käthchen von Heilbronn, Marionette und Kleists Geliebte Henriette Vogel. Der Ritter von der eher traurigen Gestalt ist auch der Kleistsche Ritter vom Strahl, der Dichter selbst, Puppen- und Schauspieler, (exzellenter) Schlagzeuger wie neuerdings auch Tänzer – und als Nicolas Menze vielversprechender Student der Theaterakademie.” …

Quelle: Mannheimer Morgen, DIE RHEINPFALZ

Fotos: Günter Krämmer
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Vorstellungstermine und weitere Infos:

Fr. 23. Okt. 09, 20:00
Sa. 24. Okt. 09, 20:00

Gaelle Morello in "Expected Overlaps" der Cie. ms tanzwerk

Probenfotos von Günter Krämmer zur Produktion der Cie. ms tanzwerk “Expected Overlaps” mit dem Schauspielstudenten der Theaterakademie Mannheim Nicolas Menze, der Tänzerin Gaelle Morello und dem Puppenspieler Werner Ries.
Premiere am 24.09.09 um 20.00 Uhr im Theater Felina Areal in Mannheim.

“Nahezu ohne Mittel und innerlich so wund, daß mir, ich möchte fast
sagen, wenn ich die Nase aus dem Fenster stecke, das Tageslicht wehe
tut, das mir darauf schimmert.” (Brief an Marie von Kleist vom 10.
November 1811), nahmen die Gedanken an einen Freitod überhand. Er
suchte und fand eine Begleiterin für diesen Weg, die an Krebs erkrankte
Henriette Vogel. Am 21. November 1811 tötete Heinrich von Kleist seine
festlich geschmückte Geliebte Henriette Vogel und anschließend sich
selbst.Kleist hat seine Freundin zuerst erschossen. Sie hat die Brust
dazu entblößt, muß aber doch gezuckt haben, denn der Schuß hat mehr die
linke Seite unter dem Herzen getroffen, ist indessen doch sogleich
tödlich gewesen, nachher hat er sich die Pistole im Munde gesetzt und
sich so das Gehirn zersprengt.

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